18. Wissenschaftliche Bezugspunkte und theoretische Anschlussfähigkeit¶
Die Projektskizze berührt mehrere etablierte Forschungsfelder. Eine spätere, formalere Version sollte diese Literatur systematisch ausarbeiten. Für die konzeptionelle Grundlegung sind insbesondere folgende Bezugspunkte relevant: Endel Tulving: Unterscheidung zwischen episodischem und semantischem Gedächtnis. Fergus Craik und Robert Lockhart: Levels of Processing, Verarbeitungstiefe und Gedächtnisleistung. Craik und Tulving: elaborative Kodierung und semantische Verarbeitung. Encoding Specificity Principle: Kontextabhängigkeit des Erinnerungsabrufs. Jerome Bruner: narrative Formen des Denkens und Bedeutungskonstruktion. Forschung zu Narrative Cognition und Science Communication. Modelle der Mental Models Theory, insbesondere zur Verarbeitung kausaler und erklärender Strukturen. Wissensgraphen, Ontologien und formale Repräsentation von Kausalbeziehungen. Forschung zu Explainable AI und Human-AI Collaboration. Diese Bezüge stützen die Grundannahme, dass narrative Kontexte die Verarbeitung komplexer Inhalte erleichtern können, dass aber zugleich Transparenz über zugrundeliegende Modelle notwendig ist, um narrative Verzerrung zu vermeiden.